SYMPTOMS

6:00 min Video ReMix of the Commissioned Artwork SYMPTOMS 2010 by bello benischauer 

Courtesy of LIA-Lab Inter Arts, Helmi Vent, University Mozarteum Salzburg 

With this commissioned work the artist appears as the personified spirit of the situation. He uses and transforms filmed LIA material and paints and works with it. In using himself as a performer, he starts to react to the existing material. He connects the single parts. The work addresses boundaries of consciousness and psychosis, emotional conflicts and basic feelings of confinement, created through societal and social barriers and limits, which can lead to emotional disturbances. Single video sequences show people in an extremely narrow, closed-in room, where they confront themselves with their primal fears, expressed in crying and movement. The artist creates a video collage that experiments with images, motion and sound and tries to expose and symbolise the associations he connects with the LIA footage: basic human needs, the primal scream and deepest connecting emotions and limits of human existence. The work furthermore extends the question of the psyche’s materiality and transcendentalism, which is impalpable. Where does the human suffering originate? How can we personify the psyche?

DIE ZWEITEILIGE VIDEOINSTALLATION:

SYMPTOMS_eternal noise – 2010 HDvideo – Original Länge 7:00 min

In eternal noise versucht sich der Künstler als personifizierte Seele in menschlich innerliche Situationen einzufühlen. Er greift in gefilmtes Material von LIA ein, malt damit und verarbeitet es weiter, indem er sich selbst als Performer miteinbindet und darauf reagiert. Dabei adressiert er Bewusstseinsgrenzen und -spaltungen, seelische Konflikte und das grundsätzliche Gefühl des Eingesperrtseins; erzeugt durch gesellschaftliche, soziale Grenzen und Barrieren, die bis zu seelischer Verstümmelung führen können. Einzelne Videosequenzen zeigen Menschen in sich selbst eingeengten (versperrten) Räumen, die sich dort durch Schreie und Bewegungen mit ihren Urängsten konfrontiert sehen. Die Video-Collage experimentiert mit Bild, Bewegung und Klang und versucht so Grundbedürfnisse des Menschen, den Urschrei der Seele, tiefste damit verbundene Gefühle und Grenzen des Daseins assoziativ freizulegen. Weiterführend stellt sich die Frage nach dem Irdischen und dem Überirdischen der Seele, die nicht greifbar ist. Woher kommt das menschliche Leid, wo liegt sein Ursprung? Was liegt ihm zugrunde? Wie lässt sich Seele verkörpern/versinnbildlichen? Der Künstler versucht diesen Fragen durch Bild und Ton zu begegnen.

SYMPTOMS_past memory – 2010 HDvideo – Original Länge 7:00 min

Auch in past memory spielt das Seelische und das personifizierte sich Einfühlen in das Material von LIA eine große Rolle. Der Künstler stellt sich als ein in den Erinnerungen der anderen Ertrinkender dar. Auch hier führen den Betrachter Bild, Bewegung und Ton durch eine scheinbar irreale Welt, in der sich Schichten überlappen und individuelle Erinnerungen einzelner zu einem großen Gesamtbild verschwimmen. Nicht selten mischt sich menschliche Erinnerung mit Wunschvorstellungen oder Ängsten und gibt somit ein verzerrtes Bild des tatsächlich Erlebten wieder. Der Künstler versucht hier auf die Frage zu reagieren: Wo verschwimmen die Grenzen des Bewussten und des Unbewussten, die unsere Erinnerung manipulieren und realitätsfremd werden lassen? Und er lädt den Betrachter ein, mit einzutauchen in diese Welt der kollektiven Erinnerungen, um sich selbst darin zu finden.

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