NAMASTÉ INDIA

Das Buch besteht derzeit als unveröffentlichtes Manuskript. Diese Seite enthält einige Textauszüge einer Erstüberarbeitung.

Gutes in der Luft! | Todesangst! | Glauben? | Selbstlüge! | 1. Dalai Lama | Tippi | Lautgedicht! | Lebend! | Lehrling der Steine! | Die Stimme der Stille! | Drittes Auge! | Sutra – Tibet!

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Gutes in der Luft!

Vielleicht ist es der Mond, der gerade eine Wiege bildet für das Mädchen und sich dem Weg des errötenden Unterganges nähert.

Vielleicht ist es das Meer, das gerade erbebt und den Glanz des Mondes mit wellenförmigen Bewegungen zerschlägt.

Vielleicht sind es die Sterne, die gerade gegen das Zunehmen des Mondes kämpfen und mit ihrer näherkommenden Weite die Leuchtkraft immer weniger Strahlen abgeben kann.

Vielleicht ist es das Vollmondwerden, bei dem Tiere und Menschen immer unruhig sind und das Meer im Wechselzyklus steht.

Vielleicht ist es die Schönheit der Welt, die sich zeigt und uns sagen will: “Geht weiter, es ist noch nicht zu spät!”

Vielleicht ist es eine andere Seele, die gerade genauso denkt und jetzt auch einige Zeilen schreibt, vielleicht ist es das Küssen von Mann und Frau im Mondschein und die Liebe hüllt sie in einen roten Mantel.

Vielleicht ist es die Fülle des Moments, die in uns Menschen wiederkehrt und die Gefühle ganz durcheinanderbringt.

Vielleicht ist der Arme, der gerade an mir vorübergeht, der reichere Mensch.

Vielleicht ist es das blonde Haar eines Mädchens, das schon lange gestorben ist und die Menschen hören ihre Musik.

Vielleicht ist es die Armut und der Hunger dieser Kinder, denn sie sind auch glücklich und zufrieden.

Oder aber die Spiegel der Weltzeiger liefern falsche Daten und die Welt steht schon immer Kopf.

Oder die Sehnsucht spürt die Ferne und versucht, den Geist im Rausch der Gefühle abzutöten.

Oder aber die Schönheit der Natur zeigt sich in Menschengestalt und alle Frauen sind wunderbar.

Oder aber vielleicht ist alles unsichtbar, daß es die Mehrheit der Menschen nicht sehen kann, nur ab und zu geht ihnen ein Licht auf.

Vielleicht ist diese Geschichte gar nicht richtig und die nächste ist es noch weniger und alles Gute in der Luft fängt von vorne an!

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Todesangst!

Ich singe Leben und hab genug davon

Ich spiele Leben und will mehr davon

Die Angst vor dem Tode ist sehr nahe

ich sterbe

ob der Teufel lebt oder nicht

Ich spüre ich sterbe

ob er kommt oder nicht

der Teufel ist sehr nahe

woran soll ich mich noch halten?

Wo sind die Gedanken, die mich positiv stimmen

alle Menschen dieser Erde werden sterben

wo ist die Welt?

Weg ins Nichts aufgelöst?

Der Tod kommt auf Besuch zu mir,

um das Leben wieder zu lieben

ich will nicht, ich kann noch nicht

ich fühle mich noch nicht bereit

ich will noch existieren und über die Meere

der Lebenden fliegen!

 

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Glauben?

Ich will das Leben aus mir heraus sehen und mich dazu bringen, das zu tun was ich zu tun habe, nicht mehr und nicht weniger.

Wohin haben sie mich schon gesandt auf diesem Planeten, nicht ins Verderben, sondern hinaus in die wundervolle Welt, hinaus zur Mutter Erde, erlöst von den Denkstrukturen, die mir anerzogen wurden. Wir gehen in die Natur und sie ist in ständigem Zustand des Gebens.

Ich will noch länger leben, dazu muß ich mich nicht hinter Sicherheit verschanzen, sondern nur der Mutter Erde etwas vertrauen. Meist zeigen wir nur ein Gesicht, das sich nicht selbst erkennen kann, weil es in einem ständigen Prozeß des Lügens steht.

Mutter Erde ich glaube!

Nur die Natur ist in ständigem Zustand des Gebens,

der Mensch kann wenigstens lernen, in ihr zu singen!

Das Geheimnis des Lebens

ist das Spiegelbild des Menschen!

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Selbstlüge!

Liebe ich mich nicht

dann liebe ich keine anderen

belüge ich mich selbst

dann belüge ich auch andere

Suche ich meine Persönlichkeit

dann geht mir die wenige

die ich noch habe

auch verloren

Bin ich auf der Suche nach meinem Ich

kann ich vor lauter Suchen mich selbst

nicht erkennen und habe Angst vor mir

fange an zu lügen

belüge mich selbst

belüge andere

dann fange ich wieder an

mich selbst zu suchen

erkenne, daß ich ständig lüge

habe Angst, daß die anderen

erkennen, dass ich mich,

sie belüge

kann mich selbst nicht ausstehen

dann muß ich mich belügen

vor den anderen

muß auch mich selbst belügen

der Kreislauf ist unendlich!

Suche nicht im Wald

sondern genieße die gefundenen Bäume!

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1. Dalai Lama

Ein aus Holz entstandenes Insekt

wird zwar aus Holz geboren

verzehrt es aber vollständig!

Anschauen, lachen, Hände halten, umarmen

Vereinigung der zwei Organe

nur durch das gibt es vier Arten des Tantras!

Die vier Aspekte

des Lachens:

Anschauen

Hände halten

Umarmen

der Zwei gehören

zu den vier Tantras

in der Weise der Insekten!

 

Durch die Handlung die allen eigenen Besitz samt Frucht an alle Wesen gibt, sagt man, kommt es zur Vollendung des Geistes, es ist also nur die Handlung, wenn die Vollendung des Gebens darin besteht, daß man die Armut der Wesen beseitigt. Wie haben dann die Schützer früher Vollendung erreicht, wo es doch immer noch Wesen gibt, die arm sind? Wo ist das Verständnis der Glückseligen, sind sie doch nicht glücklich in ihrer Seele?!

Die Sinne betten sich zur Ruhe

der Zufriedenheitszustand kommt

in den Wind der Berge

die Wintersonne scheint auf das Dach der Welt

das weiße Kleid, es strahlt

in hellen Farben

die Mönche legen sich zur Ruhe

die Tageshitze brennt auf die Menschenköpfe

und ermuntert sie aufs Neue

Das Loch im Geiste geht nicht mehr zu

es ist ein in sich offenes geschlossenes System,

das nur vom Geiste ausgeht

und nicht mehr geschlossen werden kann

zu viel studiert und zuviel in Gedanken

so kann man nie zu diesem Loch des Geistes gelangen

die Leere ist nicht möglich!

Fliege nicht zu hoch sonst bleibst

du in der Luft stecken

Fliegen heißt auch landen können!

Weisheit ist nicht mit Wissen verbunden

ist Wissen Weisheit?

Schwarz oder Weiß?

Rot oder Blau?

Gelb oder Grün?

Hölle oder Himmel?

Nur so wenig gibt es?

Nur zwei Seiten?

So viele Fragen und doch

im Zustand des Seins?

Angst oder Leben?

Mut oder Sterben?

Tod?!!!!

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Tippi

Wir sind eins in dem Indianerzelt

Universum Sonne

alte Zeichen

alte Gelehrte

alte Schule

Lernen wir nie etwas?

Tausend Jahre Vergangenheit

die Menschheit

als Kindheit?

Weisheit kommt

von alten Zeichen!

Nur das Buch ist zu Ende

aber meine Gedanken

werden mich bis in alle Ewigkeit

ins Land der Fantasie tragen.

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Lautgedicht!

Naturpark?

Reinschauen?

Geschützte Natur?

Löwen?

Kamera?

Motoren?

Nichts gesehen?

Nichts gehört?

Nichts gelebt?

Aber was erlebt!

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Lebend!

Du sitzt am Meer und lauschst, unaufhörlich bewegt sich die Brandung, immer wieder kommt dir der Sand zwischen die Zehen, unwiderstehlich lebendig ist alles, ein Auf und Ab, ein Hin und Her, Seeadler kreisen am Klippenrand um sich selbst herum, sie gleiten ins Nichts, sie heben ab, sie vergehen auf der Flucht in das ewig Schwebende.

Eine Straße der Sonne führt genau zu dir, sie ladet dich ein auf ihr zu gehen, von jedem Blickwinkel aus dasselbe Spiel mit dem wundervollen Leuchtband, eines gleicht dem anderen.

Ein einsames Fischerboot liegt in der Ferne des verlassenen Strandes, alt und abgenützt zeigt es sich im Licht. Schattenspiel, wie lange wird es schon an diesem kleinen Fleck Erde liegen?

Unaufhörlich rauscht das Meer, keine Sekunde eine Pause, nie still, immer ein neues Spiel mit dem Sandstrand, Delphine sind zu sehen, die sich mit ihren Artgenossen vergnügen, springen in die Höhe, um den klaren Himmel zu berühren, unaufhörlich elegant sind ihre Bewegungen und unaufhörlich lange setzt sich das Spiel fort.

Die Sonne neigt sich dem Abend und das Ritual des Unterganges wird am Horizont schon vorbereitet, die Farben der Natur werden wieder neu gemischt und dann auch weiter neu verteilt. Du sitzt am Strand, vor dir der breite Weg zum Horizont, von der untergehenden Sonne ausgeleuchtet, du wirst Teil des Naturereignisses, du bist ein Verbündeter der Natur, sie ist dein guter Freund, komm laß uns gehen dorthin. Schau, da sind so viele Farben, da ist es so bunt, laß uns über das Meer in einen neuen Tag gehen, unaufhörlich laß uns gehen, über das Meer in die neue Zeit, in die Zukunft.

Unaufhörlich rauscht das Meer in den Muscheln des Lebens in uns.

Unaufhörlich und unwiderstehlich lebendig zeigt sich das Meer der Hoffnung in uns!

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Lehrling der Steine!

Ich bin der Mensch der Zeit und habe noch viel Zeit, um Zeit zu haben, ewig groß und mächtig ist das Meer und stark sind die Wellen, sie haben die Kraft.

Ich bin ihnen nicht überlegen und möchte sie auch nicht besiegen, sondern achte und ehre sie, vieles läßt sich noch von ihnen lernen. Das Meer, das ewig weite Meer, es rauscht und rauscht, es hat die Kraft der Wellen in sich, das Meer rauscht schon tausende Jahre so und wird auch noch ewig weiterrauschen, aber jede Sekunde, in jedem Moment ist es etwas anderes und in jeder Sekunde kann man etwas von ihm lernen.

Nicht das Meer ist es, das mich was lehrt, nicht die Rinde des Baumes ist es, die mich was lehrt, nicht die Steine und Felsen sind es, die mich was lehren, nicht die Sandkörner sind es, die dich was lehren.

Nicht die Sterne sind es, die mich was lehren, nicht die Wüste, nicht das Meer, nicht die Berge sind es, die dich was lehren, du selbst bist es, der sich spürt und der versucht das Spüren auszuhalten, du selbst bist es, der sich fühlt, der sich in diesem Energiefeld nicht mehr sprechen traut.

Du selbst bist es, der die Energie fühlen kann und einen Teil in sich aufnehmen kann, du selbst bis es, der mit dem Meer, den Bergen und mit der Wüste sprechen kann, du selbst bist es, der sich unter dem Sternenhimmel wohlfühlt und die Erfüllung darin findet, du selbst bist es, der die Rinde des Baumes lesen kann.

Ich bin der Lehrling der Steine, der die Natur liebt und der auch in seinem Bewußtsein bat, ein Bestandteil des Universums zu sein, du bist es, den du Fremder nennst, weil die Natur und das Universum dir schon fremd geworden sind.

Ich bin es, den Ihr verstoßt und nicht mehr an Euren Tischen sitzen laßt, weil ich nicht mehr an Eurer Seite verweilen kann, ich spüre zu viel Haß und Unverständnis, ich bin es, den Ihr aus Eurer Mitte verdrängt, weil ich Euer Spiel mit dem Leben nicht mehr mitspiele, ich bin es, den Ihr nicht versteht, weil Ihr mich nicht mehr verstehen wollt, ich bin es, der lieber ein guter Frosch ist als ein schlechter Mensch und den Ihr nicht von Eurem Teller essen laßt.

Ich bin es, der das Meer, die Berge und die Wüste in sich spürt, der den Himmel, die Sterne, den Mond und die Sonne in sich spürt, der die ganze Erde und das ganze Universum in sich spürt, ich bin es, der Lehrling der Steine, den Ihr immer Fremden in der Heimat nennt, ich bin es, der vom Wolf zum Adler wird und in der Wüste zur nächsten Oase geht.

Ich bin es, der als Wolf in der Wüste zum Adler wird und auch mit wenig Wasser auskommt, ich bin es, der auch oft der Löwe ist und wieder zum streunenden Wolf wird, ich bin es, ich der Lehrling der Steine, der Mond und Sonne gleichzeitig ist, der Meer und Himmel gleichzeitig ist, der Berge und Wüste gleichzeitig ist, ich bin es, der Lehrling der Steine.

Ich bin es, der schon Bücher gelesen hat, die noch nie auf dieser Welt geschrieben wurden, ich bin es, der Lehrer meiner Selbst, ich bin es, der Schüler meiner Selbst, ich bin es, der die Sonne in den Augen hat und keiner merkt es, nur die Fremden in der Heimat.

Ich bin es, denn wir alle sind es!

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Die Stimme der Stille!

Stille, nichts als Stille Stille, nichts als Stille.

Der Mond, er scheint mit seinem Halbgesicht auf die Welt,

vergehen, verfallen, glauben die Bewohner des Planeten, er duftet durch Licht und Glanz, er strahlt wie ein Blumenbeet, was der Mond, nein der Mond doch nicht!

Stille, nichts als Stille.

Ferne in der Welt der Bäume, ruhig und bewegungslos sitzen sie am Tische der exotischen Bewohner, nur ganz klein und lieblich atmen sie dahin, wenn die lebenden Gliedmaßen zum Einsatz kommen, die Tiere des Südens, sie bringen dem Bewohner des Planeten Glück und Zufriedenheit!

Stille, nichts als Stille Stille, nichts als Stille.

Oh Menschengesicht, wie falsch und höhnisch bist du, wie zynisch und hinterhältig bist du, Gesichter lügen nicht, wenn es die Gesichter der natürlichen Menschen sind, auf diesem Planeten haben sie Masken auf, die das Gesicht des wahren Erdbewohners verstecken, Gesichter zeigt Euch, zeigt Eure Gestalt, noch ist der Spiegel nicht verrutscht. Stille, nichts als Stille Stille, nichts als Stille.

Oder auch nicht, oder auch nicht.

In sich geschlossenes System, von allen Seiten kommen sie und zentrieren sich in der Weisheit des Zentrums, nur der Schütze, der Pfeil und das Ziel müssen eins sein, alles andere liegt nur am Rande, nicht die Spielregeln beachten, da wir den Sinn der Regeln auch nicht verstehen können. Der Regenbogen über dem Planeten Erde, alle bunten Farben streifen sein Menschenkindhaupt, die alten Bäume weinen, sie, die alt und weise sind, weinen, warum wohl?

Stille, nichts als Stille Stille, nichts als Stille.

Menschenkind, wohin gehst du, wohin blickst du, wohin kann ich dich schicken, auf den Mond oder auf den Saturn, nein das ist nicht dein Leben, für ein solches bist du nicht geschaffen.

Menschenkind, wo ist deine gute alte Liebe, hast du sie auch schon in den Boden getreten, wie all die Pflanzen, die versuchten das Licht der Sonne zu erblicken? Haben die Geister noch das Recht auf diesem Planeten ein körperliches Dasein zu führen, vergiß nicht, auch du warst einst ohne Körper und wirst auch einst ohne Körper sein, lebe dein Leben und vergiß nicht, daß du doch nur ein Mensch bist.

Stille, nichts als Stille Stille, nichts als Stille.

Es duftet nach Blumen, die Tiere kriechen auf den Häuptern der Menschen, der Bogen ist gespannt, das System ist geschlossen, es ist Zeit für den Halbmond in den Regenbogenfarben zu erscheinen, die Liebe ist in die Herzen gefädelt, wie die Raupe die Seide spult, so drehen sich auch die Menschenkinder, Licht und Wasser, Feuer, Luft und Erde, wo sind die Gesichter der Menschen?

Stille, nichts als Stille Stille, nichts als Stille.

Stille, nichts als Stille Stille, nichts als Stille.

Menschenherzen hört ihr mich?

Menschenherzen seht ihr mich?

Menschenherzen?!

Menschen – Herzen?

Stille, nichts als Stille Stille, nichts als Stille.

Stille, nichts als Stille. Stille, nichts als Stille.

Still?

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Drittes Auge!

Gegenübergestandene

Gedankengesichter

stehen sich gestanden

vor Schreck im Gesicht gegenüber

laut verschlossen

hören nichts

küssen sich fast

um dem Erdling zu zeigen

wo hemmungslose Freiheit

im Geiste steckt

sehen nichts?

Das Auge des Universums

das Auge Gottes

das Auge der positiven Energie

das dritte innere Auge

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Sutra – Tibet!

So wie der Unrat gut sein kann

für ein Feld voller Zuckerrohrpflanzen

so können auch die Plagen hilfreich

für den geistigen Pfad sein!

Sutra der Offenbarung des Geheimen!

Das Leben in sich kann nie

ganz aus dem Kreis

muß immer den Weg

mit der ganzen Welt finden

der Kreis berührt

das Dreieck des Lebens

Der Lebenskreis berührt immer weniger

das Dreieck des Lebens auf der Welt

wenn es sich ganz löst

ist die totale Selbstaufgabe

in dir und du kannst dich

nie wieder mit dem Dreieck

in Verbindung bringen!

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